MEHR OBSTBÄUME Gärtnerwissen Obstbäume richtig schneiden DER SCHNITTZEITPUNKT HÄNGT VON DER OBSTART AB. Kernobst wie Apfel, Birne oder Quitte wird am besten im Spätsommer geschnitten, da die Wunden dann gut verheilen und weniger Wassertriebe entstehen. Direkt nach der Pflanzung empfiehlt sich ein Pflanzschnitt, um Krone und Wurzeln ins Gleichgewicht zu bringen. Steinobst wie Marille, Zwetschke & Co. wird direkt nach der Ernte geschnitten. Pfirsich und Nektarine schneidet man am besten während der Blüte, da sich die fruchttragenden Triebe dann gut erkennen lassen. Wahre Fruchttriebe haben neben einer spitzen Blattknospe zwei runde Blütenknospen; bei falschen Trieben fehlen die Blattknospen. Schneiden Sie diese falschen Triebe möglichst an der Basis oder auf kurze Stummel mit ein bis zwei Blattknospen zurück. INFOS IM starkl.at BLOG WIE WIRD GESCHNITTEN? Wo kein Ast mehr wachsen soll, wird der zu entfernende Ast direkt an der Astgabelung abgeschnitten. Nach innen wachsende Äste werden komplett entfernt. Auch Totholz wird vorsichtig entfernt, bis die Schnittstelle wieder einen grünen Ring zeigt. Steil nach oben wachsende Triebe (sog. Wassertriebe) werden auf eine nach außen zeigende Knospe 2/3 gekürzt oder waagrecht gebunden. Bei über Kreuz wachsenden Ästen wird der Unvorteilhaftere komplett entfernt. Man kann die Wuchsrichtung der neuen Äste gut steuern, indem man darauf achtet, dass der Schnitt möglichst nah über einer nach außen stehenden Knospe erfolgt. Dabei darf die Knospe nicht verletzt werden. ACHTUNG Bei alten Bäumen (ab ca. 15 Jahren) werden andere Schnittmaßnah- men gesetzt (z.B. Auf- bzw. Ableiten, Überbauungen entnehmen etc.). 75
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